Grußwort

Liebe Gemeinden,

wir sind schon wieder gut unterwegs im neuen Jahr und dürfen uns nun auch auf das Frühjahr freuen; zunächst, in der Passionszeit, verhalten und im Gedenken an das Leiden unseres Herrn, dann aber, zum Osterfest, mit umso größerer Freude und mit aller Zuversicht des Glaubens. Der Eine, der für uns gelitten hat und gestorben ist, ist zugleich der, der von Gott auferweckt worden ist und der uns mitnimmt auf seinem Weg zum ewigen Leben.

Im Monatsspruch für den Ostermonat April wendet sich der auferstandene Jesus Christus mit Zusage und Auftrag an die Seinen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Johannes 20,21) Jesus spricht seinen Nachfolgern einen Frieden zu, der aus der Überwindung des Todes folgt. In diesem Frieden, den er uns schenkt, reicht etwas vom Frieden Gottes in unsere Welt hinein. Damit wird diese Welt noch keine andere, aber wir gewinnen eine Ahnung vom Ziel, auf das Gott in der Auferstehung Jesu mit uns zugeht: einen Frieden, wie ihn diese Welt nicht geben kann. Gleichzeitig macht der Aufer-standene uns zu Boten dieses Friedens, sendet uns, damit wir Zeichen setzen.

 

Im Leben unserer Kirchgemeinde wie im ganz persönlichen Leben sind wir eingeladen, ja, aufgefordert, der Welt und unseren Mitmenschen Zeichen des österlichen Friedens mitzuteilen. Jede und jeder ist dazu auf seine eigene Weise begabt, aber Gott lässt niemanden, der offen für ihn ist, mit leeren Händen dastehen. Schauen wir einmal auf die Gaben in unserer Gemeinde: Die Frauen des Mütterkreises laden uns ein zum Weltgebetstagsgottesdienst am 4. März. In Wort, Gebet und Lied stellen sie uns Surinam, das kleinste Land Südamerikas, vor. Anschließend bitten sie mit landestypischer Kost zu Tisch. In der Bibelwoche vom 20.-22. März 2018 wollen wir die Bibel einmal von einer anderen Seite kennenlernen. Die Bibel und ihre Liebeslyrik, das Hohelied Salomos, wird Thema sein. Blicken wir in die Rubriken Kirchenmusik und Veranstaltungen werden wir feststellen, dass wir eine musikalisch begabte Gemeinde sind. Teils machen wir die Musik selbst, teils laden wir uns Gäste ein. Aber ich sage dies auch mit einem weinenden Auge, denn im Festgottesdienst am Ostersonntag müssen und wollen wir unseren langjährigen und höchst verdienten Kantor Viktor Vetter in den Ruhestand verabschieden. Ich bin fest überzeugt, über nichts wird er sich mehr freuen als über eine sehr gut gefüllte Kirche mit einer fröhlich singenden Gemeinde am Tag der Auferstehung.

 

„Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Unsere Welt braucht mutige Gesandte des Friedens. Diese Sendung beginnt immer wieder in der Gemeinschaft von Wort und Sakrament. Sie muss uns nicht gleich bis nach Surinam führen. Oft schon ist ein Wort oder ein Zeichen des Friedens im eigenen Haus, am Arbeitsplatz oder auf unseren Straßen bitter nötig. Nur Mut, Jesu Friede sendet uns.                               Ihr Pfarrer Dr. Christoph Gramzow

 

Posted in Aktuelles on 25. Februar 2015.

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